Durch Fokussierung zum Erfolg – diese 3 Dinge helfen dabei!
Henning Müller-Lutz
Es ist schon krass, wenn man mal genauer hinschaut, wie viele Leute Probleme mit der Fokussierung haben. Da wird während des Autofahrens Facebook gecheckt, Essen verkommt zur Nebensache und in Meetings ist selbstverständlich das Notebook aufgeklappt und es wird „gearbeitet“. Besonders die Jüngeren haben mit Aufmerksamkeit und Konzentration massive Probleme. Das Fokussierung entscheidend für den Erfolg ist, hat man ihnen nicht vermittelt.

Bei der Fokussierung sind Sie der Chef!

Wenn Sie sich für eine Veränderung entscheiden, gibt es Widerstände. Klar. Denn Ihre Mitarbeiter und Kollegen erwarten das gleiche Verhalten wie immer – und dieses „Agreement“ kündigen Sie jetzt auf, indem Sie andere Entscheidungen treffen. Das ist nicht nur in Ordnung – das ist sogar notwendig.

Denn am Ende macht uns nur das Verhalten Freude, für das wir uns selbst aus vollem Herzen entschieden haben. Alles, was wir nur „nachbabbeln“ oder „nachmachen“, wird uns auf Dauer nicht glücklich machen. Egal, was Ihre Mitarbeiter oder Ihre Kollegen sagen: Sie haben den Peilstab in der Hand. Niemand sonst ist notwendig, die Richtigkeit Ihrer Entscheidung zu bekräftigen – oder diese Entscheidung in Frage zu stellen.

Und ganz sicher ist die schnellste Antwort nicht immer die beste! Oftmals macht es viel mehr Sinn, eine Antwort reifen zu lassen. Gut recherchiert und abgewogen, hilft allen – Ihnen selbst und auch Ihren Mitarbeitern. Das ist es doch wert, oder?

Entstören Sie sich!

Doch wie stellen Sie es nun an, dass Sie fokussiert an einer Aufgabe arbeiten? Die Antwort ist verblüffend einfach: Entscheiden Sie sich dafür. Leicht gesagt, sagen Sie – und schwer zu realisieren? Ja, stimmt. Zumindest am Anfang. Denn leider drängelt sich unser Ego immer nach vorne und will Aufmerksamkeit. Und die bekommt es, wenn ich auf Anrufe sofort reagiere, in den sozialen Netzen „up to date“ bin und auf Mails innerhalb von wenigen Minuten antworte. Natürlich auch abends und am Wochenende.

Also was tun? Schluss damit! Zu Anfang werden Sie die Störenfriede bewusst verbannen müssen: Email Programm aus, Handy auf lautlos am Schreibtischrand. Und auf das Konzept konzentriert, das JETZT zu schreiben ist. Je öfter Sie auf diese Weise fokussiert sind, desto leichter wird es Ihnen fallen.

Der Lohn der Mühe: Fokussiert eine Arbeit bis zum Ende tun bringt Erfolgserlebnisse. Und in aller Regel ist das Qualitätsniveau auch höher als bei Arbeitsabläufen, die mehrfach unterbrochen und wieder aufgenommen werden.

Konkrete Schritte zur Fokussierung.

Um sich besser zu fokussieren, ist eine ehrliche Bestandsaufnahme hilfreich. Betrachten Sie dazu Zeit, Gedanken und Gefühle als verschiedene Formen von Energie. Und fragen Sie sich: Wohin fließt meine Energie? Ganz konkret:

  • Für welche Tätigkeiten wenden Sie Zeit auf?
  • Mit welchen Menschen verbringen Sie Zeit? Wie fühlen Sie sich dabei?
  • Was sind die Themen, über die Sie nachdenken?

Notieren Sie Ihre „Energieverwendung“ für eine Woche. Sammeln Sie zunächst – bewertet wird erst am Schluss.

Nehmen Sie sich Ihre Liste vor und markieren die einzelnen Einträge. Bei den Tätigkeiten kreuzen Sie an:

  • Es dient meinen Zielen.
  • Es macht mir Freude.
  • Ich bin kreativ.

Genauso gehen Sie bei Menschen vor, mit denen Sie Zeit verbringen. Hier gibt es ein Kreuzchen für:

  • Ich kann ihm/ihr etwas geben.
  • Er/sie inspiriert mich.
  • Wir lernen gemeinsam.

Und hier noch die Fragen zu den Themen, mit denen Sie sich beschäftigen:

  • Mit den Informationen kann ich Mensch und Mitwelt helfen.
  • Das Thema hilft bei meiner Zielerreichung.
  • Ich gewinne neue Perspektiven.

Nach dieser Bewertung suchen Sie aus den drei Rubriken die ersten zwei Einträge mit den meisten Kreuzchen heraus. Und fertig ist Ihre Fokussierung – alles andere können Sie getrost lassen.