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Persönliche Ursachen für Burnout: Das sind sie.
Henning Müller-Lutz
In meinem ersten Blogbeitrag zum Thema Burnout vom November ging es um mangelnde Transparenz in Teams als wesentlichen Grund für den Burnout. Doch es gibt auch persönliche Ursachen für den Burnout, und darum geht es heute. Lesen Sie hier, welche das sein können – und wie Sie diesen begegnen.

Was macht nun einen Burnout aus? Die eine Definition, die für alle passt, gibt es nicht. Wohl aber eine Reihe von Symptomen, die zu einem Burnout Geschehen gehören. Das fängt bei Frust und Unlust an und erstreckt sich bis hin zu massiven Symptomen auf körperlicher Ebene wie Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen.

Es gibt persönliche Ursachen für den Burnout. Diese zu kennen heißt, den Werkzeugkasten zu füllen und selbst zu gestalten statt zu erdulden. Schauen wir also auf einige häufige Ursachen, die einen Burnout zumindest begünstigen.

Was ist der Sinn? Und was soll ich hier?

Diese persönliche Ursache für Burnout ist sehr weit verbreitet, gerade auch in größeren Unternehmen oder Organisationen. Wir können noch so gut sein im fachlichen Können. Doch wenn wir nicht verstehen, was das Ziel und der Sinn unserer Tätigkeit ist, rutschen wir früher oder später in die Frustkrise. Das beschleunigt sich, wenn wir und unsere Arbeit nicht wahrgenommen werden.

Lösungsvorschlag: Überlegen Sie, ob Ihnen Ziele und Aufgaben transparent sind. Das gilt für Ihre eigene Rolle im Job genauso wie für Ihr Team. Stellen Sie Ihrer Führungskraft Fragen, bis Sie für sich ein klares Bild haben. Wenn Sie Führungskraft sind, fragen Sie aktiv in Ihrem Team nach, ob Ziele und Aufgaben verstanden sind.

 

Träume und Ziele – Fehlanzeige?!?

Was wollten wir nicht alles werden als Kinder – Schauspieler, Arzt, Lokführer, Bergsteiger – die Liste ließe sich beliebig verlängern. Doch irgendwann haben wir entschieden, unsere Träume aufzugeben. Oftmals, weil Mama oder Papa es gesagt haben: “Es kann doch nicht jeder … werden, du musst doch was vernünftiges lernen”. Oder “Du sollst es doch mal besser haben als wir.”

Das Ergebnis: Lange Ausbildung, gut bezahlte Arbeit, erfolgreich. Aber nur in der Wahrnehmung der anderen. Wir verbiegen uns – und werden immer unglücklicher. Da ist der Burnout nur eine Frage der Zeit.

Lösungsvorschlag: Reservieren Sie sich feste Zeiten im Kalender, die ausschließlich Ihren Herzenswünschen gehören. Zwei Stunden pro Woche reichen schon! Die Erfüllung, die Sie dabei finden, hilft Ihnen dabei, Ihren Brotberuf gut zu erledigen und wahrt die Ausgeglichenheit.

Ich mag den Onkel nicht …

Wir können uns nicht immer aussuchen, mit wem wir zusammen arbeiten. Und so mag es Konflikte geben, die sich nicht ohne weiteres lösen lassen. Auch das ist eine wichtige persönliche Ursache für Burnout.

In einer solchen Situation ist es fatal, von anderen ein anderes Verhalten zu erwarten. Was Sie aber immer ändern können, ist Ihre Sicht auf den Konflikt. Sehr wahrscheinlich werden Sie dadurch auch Ihr Verhalten ändern – und ein jahrelang bestehendes schlechtes Verhältnis unter Kollegen wandelt sich wie von Zauberhand …

Lösungsvorschlag: Treffen Sie eine bewusste Entscheidung, ob Sie die Situation vollständig annehmen, verändern oder verlassen wollen. Und dann handeln Sie entsprechend.

Und last but not least: Die Zauberformel!

In nahezu allen Weisheitslehren finden sich Hinweise darauf, dass wir Gestalter unseres Lebens sind: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Warum also nicht einfach mal die Aufmerksamkeit richten auf die vielen schönen Dinge? Dankbar sein für die Geschenke des Lebens? Meine persönliche Zauberformel ist genau dieses. Jeden zweiten Tag lasse ich die Ereignisse Revue passieren und schreibe 3-5 Sätze auf mit Dingen, für die ich dankbar bin. Probieren Sie es aus – sie werden feststellen, dass Sie mehr von dem bekommen, für das Sie dankbar sind. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!

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